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01-Titel.2026

Januar 2026

Liebe Patientinnen und Patienten,

wir freuen uns, dass Sie gut ins neue Jahr gekommen sind. Nach dem Dreikönigsfest sind wir bis zu den Osterferien wie gewohnt für Sie da, gerne auch ohne Termin oder Online-Buchung. In unserem Januarbrief haben wir einige spannende, aber auch entspannende Gedanken für Sie zusammengestellt. Außerdem möchten wir Sie darüber informieren, dass der nächste Kurs im Autogenen Training am Dienstag, den 27. Januar, beginnt. Kommen Sie gerne dazu!

Mit einem Couplet eines Dichters aus meiner Heimatstadt Moers beglückwünschen wir Sie außerdem dazu, dass Sie die Weihnachtstage gut überstanden haben:

Feiertage

Mutter ist nervös
Vater ist nervös
Kind ist nervös
Oma ist nervös

Oma ist gekommen
um Mutter zu helfen
Vater hat gesagt
sei nicht nötig gewesen

Kind steht im Weg
Mutter steht im Weg
Oma steht im Weg
Vater steht im Weg

Alle ham geschafft
mit allerletzter Kraft
Vater hat gebadet
Mutter hat gebadet
Kind hat gebadet
Oma hat gebadet

Alle ham gepackt
und alle sind gerannt
und schließlich hat
der Baum gebrannt

Mutter ist gerührt
Vater ist gerührt
Kind ist gerührt
Oma ist gerührt
und dann werden
die Pakete aufgeschnürt


Mutter ist gekränkt
Vater ist gekränkt
Kind ist gekränkt
Oma ist gekränkt
denn jeder hat dem anderen
was Falsches geschenkt

Schwiegertochter kommt
Patentante kommt
Lieblingsbruder kommt
Großneffe kommt

Kuchen ist zu süß
Plätzchen sind zu süß
Marzipan ist zu süß
und der Baum ist mies
Mutter ist beleidigt
Vater ist beleidigt
Kind ist beleidigt
Oma ist beleidigt

Friede auf Erden
und den Menschen ein Unbehagen
Vater hats am Magen
Mutter hats am Magen
Kind hats am Magen
Oma hats am Magen
kann nichts mehr vertragen
nach all diesen Tagen

Mutter ist allein
Vater ist allein
Kind ist allein
Oma ist alleine
alle sind allein

Doch an Ostern
wollen alle
in jedem Falle
wieder zusammen sein.

Hans Dieter Hüsch
(1925–2005)

Zum Januar

3 Könige

Welche Dramatik!

Selbst die Engel ringen miteinander und die 3 Könige beäugen sich eifersüchtig, Der in der Mitte hält sich für am wichtigsten und gönnt dem Knieenden nicht seine Geschenkübergabe und der Dunkelhäutige in Blau schaut auf die rote Konkurrenz. Nach einem so dramatischen Auftakt gönnen wir dem Joseph die drei Weizen.

„Ist unsere Gesellschaft, ist die Welt besser, als wir glauben? Im Jahr 2000 lebten etwa 30 Prozent der Menschheit in extremer Armut, heute sind es neun Prozent. 1900 konnten 21 Prozent der Weltbevölkerung lesen und schreiben, 100 Jahre später lag diese Zahl bei 80, heute sind es 87 Prozent. Trotz der Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine geht die Zahl der Kriegstoten im langfristigen Trend der letzten Jahrzehnte zurück. »Wir leben in der besten aller Zeiten«, sagt Anna Rosling Rönnlund in Bezug auf diese Entwicklungen. Sie ist Co-Autorin des sehr empfehlenswerten Buchs Factfulness – Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist und hat das Portal gapminder.org mitbegründet. Hier kann man jeweils in einem Quiz das eigene Wissen über den Status quo von globaler Armut, Gesundheit und Bildung testen. In grob gesagt 80 Prozent der Fälle, sagt Rönnlund, tippen die User zu negativ.“

Highdelberg

Der Wiederaufbau der Alten Brücke dauerte zwei Jahre (1945–1947). Ihre Energie lässt sich schneller erneuern: mit zwei gut geplanten zusätzlichen Urlaubstagen 2026 – oder im Kurs Autogenes Training ab Dienstag, 27. Januar.

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Neujahr & Jahreswechsel: Der 1. Januar fällt auf einen Donnerstag. Mit einem Urlaubstag am Freitag, den 2. Januar, ergeben sich vier freie Tage (1.–4. Januar). Mit etwas mehr Planung sind sogar bis zu elf freie Tage möglich (25. Dezember bis 4. Januar).

Heilige Drei Könige (regional): Der 6. Januar fällt auf einen Dienstag. Ein Urlaubstag am Montag, den 5. Januar, bringt vier freie Tage (2.–5. Januar). Ostern: Karfreitag (3. April) und Ostermontag (6. April) ermöglichen mit vier Urlaubstagen neun freie Tage (28. März bis 6. April).

Tag der Arbeit: Der 1. Mai liegt auf einem Freitag. Mit einem Urlaubstag am Montag, den 2. Mai, entstehen vier freie Tage (1.–4. Mai). Christi Himmelfahrt: Donnerstag, 14. Mai. Ein Urlaubstag am Freitag, den 15. Mai, sorgt für vier zusammenhängende freie Tage. Pfingsten: Pfingstmontag ist am 25. Mai. Mit vier Urlaubstagen rund um den Feiertag lassen sich neun freie Tage realisieren.

Fronleichnam (regional): Donnerstag, 4. Juni (u. a. in BW, BY, HE, NRW, RP, SL). Der Freitag eignet sich ideal als Brückentag für ein verlängertes Wochenende. Weihnachten & Silvester: Heiligabend (24.12.) und der 1. Weihnachtstag (25.12.) fallen auf Donnerstag und Freitag, Silvester (31.12.) ebenfalls auf einen Donnerstag. Mit nur sieben bis acht Urlaubstagen sind bis zu 16 freie Tage möglich (24. Dezember bis 3. Januar).

Eos – die Göttin der Morgenröte

Eos, die rosenfingrige Göttin des Morgenhimmels, der Morgenröte erglüht wieder mal über dem winterlichen Heidelberg. Sie entführte Tithonos, einen Prinzen aus dem Geschlecht des Ilos, wegen seiner jugendlichen Schönheit und heiratete ihn. Von Zeus erbat sie für ihren Geliebten die Unsterblichkeit, vergaß jedoch, im Gegensatz zu ihrer Schwester Selene, für ihren Geliebten auch um ewige Jugend zu bitten.

So alterte Tithonos weiter, unfähig zu sterben. Er schrumpfte immer mehr, und seine Stimme wurde mit zunehmendem Alter zunehmend schriller, bis Zeus ihn schließlich aus Mitleid in eine Zikade verwandelte, die Eos fortan begleitete.

Selene, die Mondgöttin, ist die Schwester von Eos; Helios, die Sonne, ist ihr Bruder.

English

Six good laughs — in no particular order.

Medizyn

Ich liebe diese Kurzgeschichten von James Thurber, der sie auch wunderbar illustriert hat. Holen Sie sich antiquarisch das Buch, es heißt: Lachen mit Thurber.

Der Bär, der es sein lassen konnte.

In den Wäldern des fernen Westens lebte einmal ein brauner Bär, der trank gern einen guten Tropfen, konnte es aber auch bleiben lassen. Er ging des Öfteren in eine Bar, in der Met ausgeschenkt wurde. Von diesem gegorenen Honigsaft nahm er immer nur zwei Becher voll zu sich, niemals mehr. Dann legte er einen Geldschein auf die Theke, sagte: „Fragen Sie mal die Bären im Hinterzimmer, was sie haben wollen“, und ging heim.

Mit der Zeit aber gewöhnte er sich an, von früh bis spät in der Bar zu sitzen und still vor sich hin zu trinken. Wenn er mitten in der Nacht nach Haus gewankt kam, stieß er den Schirmständer um, brachte die Stehlampe zu Fall und rammte die Ellenbogen in die Fensterscheiben. Zuletzt plumpste er auf den Fußboden und schlief ein. Seine Frau war tief bekümmert, und seine Kinder ängstigten sich sehr.

Eines Tages erkannte der Bär das Verwerfliche seines Tuns und gelobte Besserung. Er wurde ein berühmter Abstinenzler und predigte unentwegt Mäßigkeit. Jedem, der in sein Haus kam, schilderte er die verheerenden Folgen der Trunksucht, und er brüstete sich damit, wie stark und gesund er geworden war, seit er keinen Alkohol mehr anrühre. Um das vor Augen zu führen, machte er einen Kopfstand, lief auf den Händen, schlug Rad in der Stube, stieß dabei den Schirmständer um, brachte die Stehlampe zu Fall und rammte die Ellenbogen in die Fensterscheiben. Zuletzt streckte er sich, ermüdet von seinen gesunden Leibesübungen, auf dem Fußboden aus und schlief ein. Seine Frau war tief bekümmert, und seine Kinder ängstigten sich sehr.

Moral: Man kann ebenso gut vornüber fallen wie hintenüber

James Thurber (1894 – 1961)

Post Sciptum

Das Jahr – wie schnell ging es vorbei…

Als ein schmuckes Fräulein hüpft’s herein,
Und wir stelzen munter hinterdrein,
Höchst begierig, wie denn wohl die Fei
A priori und von vorne sei:
Der Pedalbewegung Zierlichkeit
Und das sinngemäß geraffte Kleid
Deuten dem, der Schlüsse ziehen kann,
Hoffnungsreiche Konsequenzen an.

Gott! Wie tanzt sie einen guten Tanz!
Teufel auch! Und wie hält sie Distanz!

Erstlich geht es sacht durch lauter Schnee.
Dann wird’s grün… Hallo! schon blüht der Klee
Auf dem Pfad durchs sommerliche Korn

Han wir schier des Fräuleins Spur verlor’n
Unter Apfelbäumen, gäl und rot,
Bäten wir sie gern zum Abendbrot.
Feuchte Nebel ziehen kreuz und quer
…Und nun flockt’s vom grauen Himmel her…

Huit! Die Dame dreht sich stracks herum.
Apoplektisch glotzt das Publikum:
Runzlig, gelb, zahnluckig, voller Hohn
Präsentiert sich diese Weibsperson.
Und sie keift: „Da habt ihr den Salat!
Wie der Rechner, so das Resultat!“
Eruptiv entpoltert uns der Wunsch:
Heiliger Strohsack! Einen Eierpunsch!

Dr. Owlglass
(1873–1945)

Schlossfestspiele werden 100

Mein Vater erzählte oft davon, dass es seit 1926 die Schlossfestspiele als Freilufttheater gab. Als Student war er dort – etwa 1935 – als Teil des „Volkes“, aber vollständig integriert in die Schauspieltruppe um den berühmten Heinrich George, den Vater unseres „Schimanski“. George war ein Berg von einem Mann: etwa 1,80 Meter groß, rund 150 Kilo schwer – und dem Trinken mehr als zugetan. Treffender hätte man die Rolle des „Götz von Berlichingen“ kaum besetzen können.

Schon vor Beginn der Vorstellung hatte er mindestens zwei Flaschen Pfälzer Weißwein intus. Man versuchte, ihn auf das Pferd zu setzen, hob ihn hinauf, hielt ihn fest – doch es ging nicht. Er glitt ab, fiel zu Boden, wurde erneut hinaufgehievt. Kurz: Es wollte nicht gelingen. „Quatsch!“, brummte er. „Der Gaul muss mich halten.“ Er packte das ackergaulmäßig ruhige Tier am Halfter, zog sich selbst hoch, stolperte zur Bühne – und legte los. Und zwar glasklar, kraftvoll, jedes Wort, jeder Einsatz saß auf den Punkt. Mit der Hand am Halfter stand er da wie eine Eiche.

Diese sprachliche Wucht ist noch heute zu hören – im Internet und auf Schallplatten, die ich von meinen Eltern habe. Ein generationenübergreifender Rückblick auf Heinrich George (1893–1946).

Es gibt nichts Neues unter der Sonne

Gibt es etwas Neues oder hatte Salomo womöglich recht mit seinen Worten? Im Jahr 1875 reichte der Leiter des amerikanischen Patentamts sein Abschiedsgesuch ein und schlug vor, das Amt zu schließen. Seine Begründung: Es gebe nichts mehr zu erfinden.

Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Zwar gibt es bisweilen ein Ding, von dem es heißt: Sieh dir das an, das ist etwas Neues, aber auch das gab es schon in den Zeiten, die vor uns gewesen sind.“ – Prediger Salomo, Kapitel 1, Vers 9

Und heute? Bedenken Sie: Alle großen Neuerungen – vom Telefon über die Eisenbahn bis hin zu Künstlicher Intelligenz und virtueller Realität – haben unser Leben nicht unbedingt leichter gemacht. Vielmehr ist es hektischer, komplexer, unzufriedener und unsicherer geworden. Oder?

Wieder einmal kommt mir zum Jahreswechsel der Gedanke: Noch nie zuvor wurde in nur einem Vierteljahrhundert so viel erfunden. Es reicht, wir könnten eigentlich zumachen. Zusammengestellt habe ich deshalb einige der „neuen“ Wörter unserer Zeit. Keines von ihnen kommt bei Goethe vor. Das jeweilige „Geburtsdatum“ habe ich ergänzt, also das Jahr, in dem das Wort erstmals gedruckt erschien:

1922 DIN A4
1926 Q-Tip
1938 Kugelschreiber
1943 Computer
1946 Vespa
1949 Currywurst
1955 Toast Hawaii
1960 Pille
1962 LED
1963 Smiley
1966 PIN
1967 Maus

1967 Piercing
1969 Blowjob
1970 SUV
1972 Döner
1972 Überraschungsei
1973 GPS
1973 Handy
1973 Rollkoffer
1974 Burnout
1975 Laptop
1979 Klimawandel
1979 Sudoku

1987 PowerPoint
1992 SMS
1996 USB
1998 Blog
1998 Waxing
1998 Bluetooth
1998 Google
1999 Emoji
2001 Wikipedia
2003 E-Zigarette
2003 Skype
2004 Facebook

2004 Facebook
2005 YouTube
2007 iPhone
2008 App-Store
2009 Like
2009 WhatsApp
2010 Instagram
2011 Shitstorm
2017 #metoo
2018 grüner Stahl
2019 Virtual Reality
2020 KI

Ganz zum Schluss

Die Freudenbringerinnen für das kommende Jahr 2026

„Eine gute Gesellschaft muss größer sein als die Zahl der Grazien und kleiner als die der Musen.“ – altes römisches Zitat Ich stimme dem zu. Nachdem ich herausgefunden hatte, wie viele Grazien es gibt (drei) und wie viele Musen (neun), wurde mir klar: Eine Dame gehört gleich beiden Kreisen an. Sie ist zugleich Grazie und Muse – Thalia.

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Lernen wir zunächst die neun Musen kennen:

  • Klio (Κλειώ, Kleiṓ), die Rühmende, ist die Muse der Geschichtsschreibung (Attribut: Schriftrolle und Schreibgriffel)
  • Euterpe (Εὐτέρπη, Eutérpē), die Erfreuende, ist die Muse der Lyrik und des Flötenspiels (Attribut: Aulos, die Doppelflöte)
  • Melpomene (Μελπομένη, Melpoménē), die Singende, ist die Muse der Tragödie (Attribut: ernste Theatermaske)
  • Erato (Ἐρατώ, Eratṓ), die Liebevolle, Sehnsucht Weckende, ist die Muse der Liebesdichtung (Attribut: Saiteninstrument)
  • Terpsichore (Τερψιχόρη, Terpsichórē), die im Reigen Tanzende, ist die Muse der Chorlyrik und des Tanzes (Attribut: Leier)
  • Urania (Οὐρανία, Ouranía), die Himmlische, ist die Muse der Astronomie (Attribut: Himmelskugel)
  • Thalia (Θάλεια, Tháleia), die Festliche, die Blühende, ist die Muse der Komödie (Attribut: lachende Theatermaske)
  • Polyhymnia (Πολυύμνια, Polyýmnia), die Hymnenreiche, ist die Muse des Gesangs (kein spezifisches Attribut)
  • Kalliope (Καλλιόπη, Kalliópē), die mit der schönen Stimme, ist die Muse der Dichtung und der Wissenschaft (Attribut: Schreibtafel und Schreibgriffel)

Und hier die drei Chariten (altgriechisch chará, „Freude“)

In der römischen Mythologie entsprechen sie den drei Grazien (gratiae). Sie sind Töchter des Zeus und der Eurynome und heißen:

  • Euphrosyne („die Frohsinnige“),
  • Thalia („die Blühende“) und
  • Aglaia („die Strahlende“).

Sie brachten Menschen und Göttern Anmut, Schönheit und Festesfreude.

Nun denn: Mögen sie für das Jahr 2026 ordentlich liefern.

Heidelberg bei Nacht
Freuen Sie sich, wenn ihre Kinder oder Enkel Ihnen jetzt einmal strahlend und lachend  „Sixseven“  zurufen. Rings um die Welt dreht sich der Deutungszirkel für dieses Meme für 2026: die Kinder wissen nur, es ist für die Erwachsenen ein unverständliches Geheimwort – bleibt es auch!  – dennoch steht dahinter der 67. Psalm, der uns ins neue Jahr führen soll: 

Der sixseven = 67. Psalm 

 

Ein Psalmlied, vorzusingen, beim Saitenspiel.

Gott sei uns gnädig und segne uns,
er lasse uns sein Antlitz leuchten, – Sela –

dass man auf Erden erkenne deinen Weg,
unter allen Heiden dein Heil.

Es danken dir, Gott, die Völker,
es danken dir alle Völker.

Die Völker freuen sich und jauchzen,
dass du die Menschen recht richtest
und regierst die Völker auf Erden.
Sela.

Es danken dir, Gott, die Völker,
es danken dir alle Völker.

Das Land gibt sein Gewächs;
es segne uns Gott, unser Gott!

Es segne uns Gott,
und alle Welt fürchte ihn!