Schwebende Zukunft
Habt ihr einen Kummer in der Brust
Anfang August,
Seht euch einmal bewusst
An, was wir als Kinder übersahn.
Da schickt der Löwenzahn
Seinen Samen fort in die Luft.
Der ist so leicht wie Duft
Und sinnreich rund umgeben
Von Faserstrahlen, zart wie Spinneweben.
Und er reist hoch über euer Dach,
Von Winden, schon vom Hauch gepustet.
Wenn einer von euch hustet,
Wirkt das auf ihn wie Krach,
Und er entweicht.
Luftglücklich leicht.
Wird sich sanft wo in Erde betten.
Und im Nächstjahr stehn
Dort die fetten, goldigen Rosetten,
Kuhblumen, die wir als Kind übersehn.
Zartheit und Freimut lenken
Wieder später deren Samen Fahrt.
Flöge doch unser aller Zukunftsdenken
So frei aus und so zart.
Joachim Ringelnatz (1883 – 1934)
Liebe Patientinnen und Patienten,
Urlaub kommt tatsächlich von „erlauben“. Erlauben Sie sich etwas anderes und verlassen Sie die gewohnten Schienen. Den flachen Humor zur Deutschen Bahn ersparen wir uns an dieser Stelle lieber, aber wir möchten Sie darüber informieren, dass die Praxis vom 17. August bis zum 4. September geschlossen ist. Die Vertretung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Laufband auf unserer Homepage.
Mit unserem Rundbrief möchten wir Sie mit dem wunderbaren Chanson „La Mer“ von Trenet urlaubsmäßig einstimmen. Oder lassen Sie sich von den Blumen des Pusteblumenverses von Ringelnatz davontragen. Und glauben Sie uns: Die größten Abenteuer finden sich oft direkt hier in Heidelberg vor unseren Augen. Zum Beispiel die zwei Meter lange Ringelnatter, die Patient V.P. für uns im Schlossgarten gefilmt hat, oder die Wildschweine, die unterhalb der Scheffelterrasse für Aufregung sorgen.
Es grüßen Sie herzlich
Verena Jung, Christoph Jung, Dieter Jung und das gesamte Praxisteam
„Bleibe im Lande und nähre dich redlich.“
Psalm 37, Vers 3
Ein Englischlehrer aus Kempten.
Fuhr im Urlaub nach South Hampton.
Vom Englischen dort.
Verstand er kein Wort.
Man spricht eben anders in Kempten
Unmittelbare Wildabenteuer im Schlossgarten
Wir leben am Rande der Wildnis: Wildschweine im Schlossgarten, eine große Schlange im Wasserbecken des Schlossgartengrabens gegenüber dem Fürstenbrunn und der hakenschlagende Hase zeigen, wie nah uns die Natur in Heidelberg doch ist.
Auszug aus Andenken
Es beginnet nämlich der Reichtum
Im Meere. Sie,
Wie Maler, bringen zusammen
Das Schöne der Erd und verschmähn
Den geflügelten Krieg nicht, und
Zu wohnen einsam, jahrlang, unter
Dem entlaubten Mast, wo nicht die Nacht durchglänzen
Die Feiertage der Stadt,
Und Saitenspiel und eingeborener Tanz nicht.
Friedrich Hölderlin (1770-1843)
Was ich im Urlaub am meisten hasse, ist das Frühstücksbuffet
ICH WILL Gast sein. Nicht Kellner. ICH WILL einen gemeinsamen familiären Tagesbeginn haben und nicht, dass jeder zu ganz unterschiedlichen Zeiten an den Tisch zurückkommt. ICH WILL, dass der Kaffee mir eingeschenkt wird und ich nicht aus acht verschiedenen Latte Sorten nach langem Anstehen auswählen soll. ICH WILL das ich nicht aus fünf Müsli-Sorten, wo andere schon ihre Löffel reingesteckt haben, mich ernähren muss. Harald Schmidt hat es vor 30 Jahren in einem Artikel mal wunderbar beschrieben. Zuletzt war ich in Nijmegen einmal in einem Hotel, wo man noch mit allem beim Frühstück bedient wurde und noch schöner Mal in einer Jugendherberge in Wörth (Frankreich). Da gab’s nur eine Sorte Weißbrot, eine Sorte Marmelade und die große Kanne Kaffee auf dem Tisch. Das hat am besten gemundet.
Das Hotelfrühstück (von Harald Schmidt)
In einem Hotel, dessen Namen wir aus Gründen der Diskretion verschweigen wollen, dessen erster Name aber so heißt, wie Ferien auf Englisch, und dessen zweiter Name identisch ist mit dem Namen des Flusses, an dem die Perle Tirols liegt, in diesem Hotel erwarten uns laut Eigenauskunft »mehr als 20 laufende Meter Frühstückserlebnis. Eine poetische Umschreibung für das, was den Reisenden mittlerweile in fast allen Hotels erwartet: das Frühstücksbuffet. Eine gigantische Errungenschaft der Neuzeit, die genauere Beachtung verdient.
Wer seinen Tag vitaminbewusst mit einem »Fruchtsaft« beginnt, der freut sich, wenn die Konzentrat-Automaten in eine rustikale Plastikverschalung eingebettet sind. Beim Obstsalat sehen wir, was man unter Monokultur zu verstehen hat: 15 Scheiben Ananas mit 6 Kirschen und zwei Apfelschnittchen. Gleich nebenan die Schüsseln mit Quark und mindestens vier verschiedene Joghurtsorten, von denen wir aber Abstand nehmen, weil im Himbeerjoghurt Petersilienreste vom Kräuterquark nebenan schwimmen. Die Rührei-mit-Beilagen-Ecke weist in jedem Hotel individuelle Zusammensetzung auf. Immer dabei: Schrumpeliger Speck und diese Würstchen, die endlich mal eine Frage zulassen müssen: Gibt es auch okkultes Blut in Hundekot?
Was wäre ein Frühstücksbuffet ohne Lachs! Dieser Lachs sieht häufig aus wie in Öl getauchte Waschlappen und – das ist das Tolle – er schmeckt auch so! Woher ich das weiß? Weil ich zu Hause in Öl getauchte Waschlappen frühstücke, klar?! An Marmeladesorten herrscht kein Mangel, allein ihre einfallsreiche Anordnung bringt an jedem Frühstücksbuffet gut zwei Meter. Auch der Käse sieht lecker aus, ihn kennen wir schon von der Käseplatte am Vorabend. Demnächst ritze ich mal eine Markierung in den Käse, der am Vorabend zurückgeht, weil ich einen gewissen Verdacht habe …
Risikofaktor Nr. 1 an jedem Buffet ist der Toaster. Vielleicht hat er Stufe 1-6, aber wer weiß schon, auf welcher Stufe einem ein Brikett entgegenspringt? Da helfen nur ein bis zwei Testtoastläufe. Hat man seinen Tisch erreicht, wächst die Spannung: Was wird einem wohl heute unter dem Begriff »Kaffee« in die Tasse geschüttet? Wie viele Stunden des Tages noch signalisiert einem ein Brennen in der Speiseröhre: »Hallo, hier spricht Dein Kaffee!«? Für zusätzliche Gäste (»Lass uns mal zusammen frühstücken«) kostet die Teilnahme an einem solchen Erlebnis zwischen 20 und 30 Mark!
Darfs noch etwas Kaffee sein?
Die Heidelberger Schlossbeleuchtung
Am Valentinstag des Jahres 1613 heiratete Elizabeth Stuart, Tochter des englischen Königs Jakob I., den Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz. Als sie im Juni desselben Jahres in Heidelberg eintraf, bereitete die Stadt ihrer neuen Kurfürstin einen glanzvollen Empfang.
Zu Elizabeth Ehren wurde das erste Feuerwerk der Heidelberger Geschichte gezündet, und damit eine Tradition begründet, die bis heute fortlebt: Zweimal im Jahr erinnern die Schlossbeleuchtungen mit ihrem spektakulären Feuerwerk an dieses historische Ereignis.
Die Providenzkirche
Dieses Bild der farbenfrohen Menschenmenge, die in die Providenzkirche strömt, erwärmt einem das Herz und es stammt aus der Hand der Leimener Malerin Dora Mittenzwei, die leider kürzlich verstorben ist. Ein anderes Bild von ihr schmückt unser Wartezimmer und heisst „Sommerblumen“.
„Dominus providebit“ – „Der Herr wird dafür sorgen“ war die Antwort Abrahams, als sein Sohn Isaak ihn fragte, warum er ihn opfern solle. Gott verhinderte schließlich das Opfer des Kindes. Doch können wir diesen Satz auch heute noch für unsere Zeit sprechen? Die „Schuld“ unserer Gegenwart scheint groß: die Klimakrise, die Anhäufung von Kapital an falschen Stellen, Kriege aus kaum nachvollziehbaren Gründen und das Gefühl unserer eigenen Hilflosigkeit angesichts all dessen.
Vielleicht sollten wir dieses Bild als Einladung verstehen, wieder öfter in die Providenzkirche zu gehen, als einen Ort der Hoffnung, des Innehaltens und des Vertrauens darauf, dass nicht alles allein in unseren Händen liegt.
Von Kopf bis Fuß gegen Zeckenbisse geimpft
Ein rätselhafter Schimmer, ein je ne sais pas quoi
Liegt in den Augen immer bei einer schönen Frau
Doch wenn sich meine Augen bei einem Vis-à-vis
Ganz tief in seine saugen, was sprechen dann sie?
Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt
Denn das ist meine Welt und sonst gar nicht
Das ist, was soll ich machen, meine Natur
Ich kann halt lieben nur und sonst gar nicht
Männer umschwirrn mich wie Motten um das Licht
Und wenn sie verbrennen, ja, dafür kann ich nicht
Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt
Ich kann halt lieben nur und sonst gar nicht
Was bebt in meinen Händen in ihrem heißen Druck?
Sie möchten sich verschwenden, sie haben nie genug
Ihr werdet mir verzeihen, ihr müsst es halt versteh’n
Es lockt mich stets von Neuem, ich find‘ es so schön
Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt
Denn das ist meine Welt und sonst gar nicht
Das ist, was soll ich machen, meine Natur
Ich kann halt lieben nur und sonst gar nicht
Männer umschwirrn mich wie Motten um das Licht
Und wenn sie verbrennen, ja, dafür kann ich nicht
Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt
Ich kann halt lieben nur und sonst gar nichts
Sommerzeit ist Viecherzeit
Marlene Dietrich hat es im Blauen Engel beschrieben: Männer steuern auf sie zu, umschwirren sie wie Motten das Licht und verbrennen sich. Ein Prinzip, das wir im Sommer nur zu gut kennen: Dann summt, flattert und krabbelt es wieder überall. Das meiste Kleingetier ist zum Glück harmlos. Motten, Käfer, Krabbler und Männer wollen in der Regel nichts Böses. Auch die meisten Spinnen, vor denen sich viele bis heute fürchten, sind eher unheimlich als gefährlich.
Arachnophobie kannte man schon in der griechischen Antike. Ovid erzählt in seinen Metamorphosen, wie die Göttin Pallas Athene eine Weberin in eine Spinne verwandelt, aus Neid auf deren Webkunst. Das Ergebnis: acht Beine, ein dicker Bauch und die ewige Aufgabe zu spinnen. In Heidelberg ist die Angst vor Spinnen tatsächlich nicht unbegründet, nur nicht wegen Kreuzspinne und Co. Das problematische Spinnentier bei uns heißt Zecke. Der Gemeine Holzbock kann schwere Krankheiten übertragen, und ein kleiner Biss genügt.
Lassen Sie sich also noch vor dem Sommerurlaub gegen Zecken impfen – am besten jetzt gleich.
Neckarwiese: jetzt auch ohne Gänsekot
Wer Lust auf ein Urlaubspicknick direkt am Wasser hat und das mitten im Heidelberger Stadtgebiet, dem sei der Wieblinger Altneckar wärmstens empfohlen.
Einfach wunderbar. Ruhig, idyllisch und tatsächlich: kotfrei!
„Teach us to number our days, that we may apply our hearts unto wisdom.“
That’s what the Bible says. And perhaps that is exactly the point: we do not find happiness or a fulfilled life by pursuing them obsessively. Longevity, too, does not come from endlessly searching for the perfect formula for living as long as possible. Sometimes the best thing you can do for your health and longevity is simply to relax and enjoy your vacation.
Take the famous „Blue Zones,“ for instance – the regions said to be home to an unusually high number of exceptionally old people, such as Okinawa in Japan or Sardinia. This fashionable concept has come under closer scrutiny in recent years. Some researchers argue that the reported ages may be based on inaccurate birth records, with some individuals having registered earlier birth dates, not least for financial reasons related to pension benefits.
The things that help us live longer are things that pretty much everyone wants: money, education, safety, clean air and water, community. Of course, these things are unevenly distributed, and the consequences of that are readily apparent. Research led by the economist Raj Chetty has found that the highest-earning Americans live more than a decade longer than those in the bottom one per cent. And the gap has been widening. Between 2001 and 2014, life expectancy among the top five per cent of earners increased by nearly three years; in the bottom five per cent, it essentially stagnated.
You do not necessarily have to travel to Okinawa or Sardinia to live longer. Sometimes, it may be enough to simply pause, enjoy the moment, and remind yourself of what truly matters.
26 habe ich ein paar Jeans für 25 € für meinen Enkel gekauft und dabei ein faszinierendes Währung-Potpourri auf dem Etikett entdeckt – herrlich!
Nur was ist das für ein Land, wo ein paar Jeans fast eine halbe Million kosten (siehe „UZS“ rechts unten)
1943, mitten im Krieg. In dieser schweren Zeit hat der französische Chansonnier Charles Trenet wohl dringend Urlaub gebraucht und von einer Fahrt ans Meer geträumt. Oder ist er tatsächlich ans Meer gefahren und hat dieses Lied unterwegs auf der Strecke geschrieben?
Hier geht es zu einer wundervollen Live-Aufnahme:
https://www.youtube.com/watch?v=qEkd1qWonj8
Und hier zum vollständigen französischen Songtext:
https://www.songtexte.com/songtext/charles-trenet/la-mer-6bd8f65e.html
Das Meer
Das Meer,
das entlang hellen Buchten tanzt,
silbern aufblitzend;
das Meer,
changierende Reflexe
im Regen.
Das Meer,
am Sommerhimmel seine
weißen Schafe verwirrend,
mit ihren Engeln, so rein;
endloses Meer, azurne
Schäferin.
Das Meer
schaukelte sie
entlang der hellen Buchten;
und dank eines Liebesliedes
wog das Meer
mein Herz durchs Leben.
La mer
La mer
Qu´on voit danser le long des golfes clairs
A des reflets d´argent
La mer
Des reflets changeants
Sous la pluie
La mer
Au ciel d´été confond
Ses blancs moutons
Avec les anges si purs
La mer bergère d´azur
Infinie
La mer
Les a bercés
Le long des golfes clairs
Et d´une chanson d´amour
La mer
A bercé mon cœur pour la vie
Charles Trenet (1913 – 2001)
Unsere Kurse im Autogenen Training
In kleinen Gruppen finden unsere Kurse wieder statt. Kommen Sie vorbei und steigern Sie Ihre Leistungsfähigkeit, erhöhen Ihre Lebensfreude und stärken Ihre Immunkraft.
Beginn des Herbstkurses:
Dienstag, 22. September 2026, um 18:30 Uhr. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten als Vorsorgemaßnahme im Rahmen der Prävention.
Bitte melden Sie sich vorher kurz an.